Du willst dich bei einer Agentur bewerben oder zu Castings eingeladen werden? Dann brauchst du eine Sedcard. Hier erfährst du, welche Fotos und Daten draufgehören, warum Agenturen zusätzlich Polaroids sehen wollen, welche Fehler du vermeiden solltest und wie ein Sedcard-Shooting in Wien abläuft.
Was eine Sedcard ist
Sedcard, Setcard, Modelkarte oder Comp Card: Gemeint ist immer dasselbe. Im deutschsprachigen Raum sagt man Sedcard, international Comp Card, kurz für Composite Card.
Eine Sedcard fasst deine wichtigsten Fotos und Körperdaten auf einer Karte zusammen. Agenturen, Castingteams und Kunden sehen darauf auf einen Blick, wie du aussiehst und wofür du in Frage kommst. Das gilt für Models genauso wie für Schauspielerinnen und Schauspieler, Tänzerinnen und Tänzer oder Hostessen.
Vorderseite
- ein starkes Porträt
- dein Name
Rückseite
- mehrere Fotos in verschiedenen Posen und Looks
- deine Daten
- der Kontakt
Gedruckt ist die Sedcard meist eine beidseitige Karte. Genauso wichtig ist heute die digitale Version als PDF für Bewerbungen per E-Mail. Eine Sedcard muss kein Magazincover sein. Sie soll klar, aktuell und ehrlich zeigen, wer du bist.
Welche Fotos auf die Sedcard gehören
Wenige gezielte Fotos wirken stärker als eine Collage aus zwanzig ähnlichen Posen. Eine gute Sedcard zeigt deine Vielseitigkeit, nicht die Menge.
Porträt
Ein enger Bildausschnitt mit Fokus auf dein Gesicht, vor einem ruhigen Hintergrund. Der Blick geht in die Kamera, der Ausdruck ist natürlich, das Make-up dezent.
Halbfigur
Vom Kopf bis etwa zur Hüfte, mit offener Haltung. Die Kleidung lässt die Figur erkennen, ohne abzulenken.
Ganzkörper
Die ganze Silhouette, stehend, in schlichter Kleidung wie Jeans und Top. An diesem Bild schätzen Agenturen deine Proportionen ein.
Profil und Dreiviertelansicht
Eine Aufnahme im Profil und eine leicht gedrehte zeigen Kinnlinie, Nase und Kopfform. Für Film, Theater und Werbung sind diese Winkel besonders wichtig.
Verschiedene Looks und Ausdrücke
Ein natürlicher Alltagslook, ein eleganterer Look und je nach Ziel ein sportlicher. Dazu verschiedene Stimmungen: freundlich, ernst, konzentriert. Alle Looks sollen erkennbar nach dir aussehen.
Eine starke Sedcard enthält meist vier bis sechs verschiedene Aufnahmen. Weitere Serien kannst du in einer Online-Galerie zeigen, statt die Karte zu überladen. Im Studio entstehen Porträts und Ganzkörperbilder in mehreren Outfits und vor verschiedenen Hintergründen in einem Termin. Sedcard-Shooting in Wien
Sofortbilder: warum Agenturen ungeschminkte Fotos wollen
Viele Agenturen verlangen zusätzlich zur Sedcard aktuelle Sofortbilder, oft Polaroids genannt. Das sind einfache Fotos vor hellem Hintergrund, die zeigen, wie du wirklich aussiehst: ohne Styling, ohne Retusche, ohne Filter.
- Styling: kaum oder kein Make-up, natürliche Haare, schlichte enge Kleidung, keine Accessoires
- Posen: von vorne, im Profil, in Dreiviertelansicht und in Ganzkörper, einmal neutral und einmal mit leichtem Lächeln
- Keine Retusche: Agenturen wollen Haut, Haare und Proportionen so sehen, wie sie sind
Im Studio von Tatiana Weber Fotografie kannst du solche unretuschierten Sofortbilder auch gezielt aufnehmen lassen, allein oder zusammen mit den Sedcard-Fotos.
Welche Daten auf die Sedcard gehören
Fotos ohne Daten sind für Agenturen schwer einzuordnen. Diese Angaben gehören drauf:
- Name: dein Name oder Künstlername, dazu der Wohnort, zum Beispiel Wien
- Körperdaten: Größe in Zentimetern, Konfektions- und Schuhgröße, bei Mode auch Brust, Taille und Hüfte
- Merkmale: Haarfarbe und Haarlänge, Augenfarbe, Tattoos oder Piercings
- Fähigkeiten: Sprachen und Dialekte, Tanzstile, Sportarten, Instrumente
- Kontakt: E-Mail oder Telefon, bei Vertrag der Kontakt deiner Agentur
Gib ehrliche Maße an. Wer beim Casting anders aussieht als auf der Karte, verliert Vertrauen, und für Garderobe und Kostüm müssen die Angaben stimmen.
Outfits, Styling und Vorbereitung
Die Sedcard soll deine Möglichkeiten zeigen, dich aber nicht verkleiden. Gerade ohne Model-Erfahrung gilt: weniger ist mehr.
Outfits
Bring mehrere Outfits mit: einen Alltagslook, zum Beispiel Jeans und T-Shirt, einen eleganteren Look mit schlichtem Kleid oder Hemd und je nach Ziel etwas Sportliches. Die Kleidung sitzt gut, schnürt nicht ein und ist einfarbig, ohne große Logos oder Schriftzüge.
Make-up und Haare
Das Make-up ist natürlich und leicht. Stärkere Looks höchstens als zusätzliche Variante. Die Haare sind frisch gewaschen, zeig am besten zwei Varianten, offen und zusammengebunden. Im Studio gibt es einen Frisier- und Schminkbereich, und professionelles Make-up und Hairstyling kannst du optional dazubuchen.
Am Tag davor
Schlaf gut, trink genug und trag am Tag des Shootings lockere Kleidung, damit keine Abdrücke von Socken oder Trägern zu sehen sind. Wenn du magst, übe vorher vor dem Spiegel ein paar Posen und Gesichtsausdrücke.
Häufige Fehler auf der Sedcard
- Veraltete Fotos: Neue Frisur, neue Haarfarbe oder eine veränderte Figur heißt neue Fotos
- Zu viel Retusche und Filter: Wer beim Casting anders aussieht als auf der Karte, fällt durch
- Schlechte Bildqualität: verwackelte Handyfotos, Rauschen, unsauberer Zuschnitt
- Unübersichtliche Daten: winzige Schrift, chaotisches Layout, private Details, die nicht dazugehören
- Überinszenierung: Kostüme, Bühnen-Make-up und Rollenfotos gehören ins Portfolio, nicht auf die Standard-Sedcard
- Zu viele Bilder: vier bis sechs starke Motive wirken professioneller als zwanzig ähnliche
- Unklares Ziel: Für Schauspiel zählen Ausdruck und Mimik, für Mode Proportionen und Looks
Sedcard-Shooting in Wien: so läuft es ab
Ein geführtes Shooting nimmt dir den Druck, besonders wenn du noch nie vor der Kamera gestanden bist.
Vorbereitung und Beratung
Vorab klärt ihr, wofür du die Sedcard brauchst, etwa für Mode, Werbung, Schauspiel, Tanz oder Hostessen-Jobs, und welche Outfits und Looks passen. Beispielbilder als Inspiration sind gern gesehen.
Im Studio
Das Studio von Tatiana Weber Fotografie liegt in der Ausstellungsstraße 3/15, 1020 Wien. Im Umkleideraum ziehst du dich um, im Frisier- und Schminkbereich wird bei Bedarf gestylt.
Das Shooting
Es beginnt mit einfachen Porträts, damit du dich an Kamera und Licht gewöhnst. Tatiana zeigt dir Posen und gibt Hinweise zu Haltung, Händen und Blick, gerade wenn du keine Model-Erfahrung hast. Danach wechselt ihr Hintergründe, Licht und Outfits, vom Porträt bis zur Ganzkörperaufnahme.
Auswahl und Übergabe
Nach dem Shooting wählst du deine Favoriten über einen privaten Online-Zugang aus. Du bekommst alle Fotos in hoher Auflösung und ohne Wasserzeichen, die kommerziellen Nutzungsrechte sind inklusive. Die Fotos kannst du also auch für Social Media, dein Online-Portfolio oder Castings verwenden. Sedcard-Shooting in Wien










