Die Frage stellt sich fast jede und jeder beim Schreiben des Lebenslaufs: Foto rein oder nicht? Die kurze Antwort für Österreich lautet: In vielen Branchen ist ein Foto nach wie vor üblich, eine Pflicht ist es nicht. Die längere Antwort hängt von der Branche, der Stelle und dem Foto selbst ab. Hier findest du eine Orientierung.
Lebenslauf mit Foto in Österreich: die übliche Praxis
In Österreich gehört ein Foto in vielen Bereichen weiterhin zum Lebenslauf dazu, vor allem im kaufmännischen Bereich, im Tourismus, in der Beratung, im Verkauf und im Gesundheitswesen. Ein Lebenslauf ohne Foto wird deshalb aber nicht automatisch aussortiert.
Manche Unternehmen, vor allem internationale Konzerne, wünschen bewusst Unterlagen ohne Bild. Steht in der Stellenanzeige nichts dazu, fällt ein Lebenslauf ohne Foto nicht negativ auf, solange er klar und sorgfältig gestaltet ist.
Wichtig ist die Rolle des Fotos: Es ergänzt deine Qualifikationen, es ersetzt sie nie. Ohne Foto liegt der Fokus ganz auf Ausbildung und Berufserfahrung. Mit einem guten Foto bekommt die Bewerbung zusätzlich ein Gesicht.
Unterschiede zu anderen Ländern
Passe deine Bewerbung an den Arbeitsmarkt an, auf dem du dich bewirbst. In Deutschland ist ein Foto im Lebenslauf ebenfalls verbreitet. In englischsprachigen Ländern wie Großbritannien, Irland, den USA, Kanada oder Australien wird dagegen meist ausdrücklich kein Foto erwartet.
Wer sich in Wien auch bei internationalen Unternehmen bewirbt, fährt gut mit zwei Versionen des Lebenslaufs: einer mit Foto für österreichische Arbeitgeber und einer ohne Foto für englischsprachige Ausschreibungen. Lies vor dem Absenden die Hinweise in der Stellenanzeige, dort steht oft, was gewünscht ist.
Wann ein Foto hilft und wann du besser darauf verzichtest
Hier hilft ein Foto
- bei Stellen mit direktem Kundenkontakt: Empfang, Vertrieb, Beratung, Hotellerie, Gastronomie
- bei Jobs, in denen Auftreten zählt, etwa als Trainerin oder Trainer, in der Eventorganisation oder in der Öffentlichkeitsarbeit
- bei österreichischen Arbeitgebern, die klassische Unterlagen erwarten
- wenn du ein aktuelles, professionelles Foto hast, auf dem du dich wiedererkennst
Hier kannst du eher darauf verzichten
- bei internationalen Unternehmen mit englischsprachiger Ausschreibung
- wenn dein einziges Foto ein Selfie, ein Urlaubs- oder Partyfoto ist
- wenn das Foto nicht mehr zeigt, wie du heute aussiehst
Die Faustregel: Ein klarer Lebenslauf ohne Foto wirkt seriöser als einer mit einem unpassenden Bild. Wenn du unsicher bist, ob dein Foto gut genug ist, schafft ein Termin im Studio Klarheit. Lebenslauffoto in Wien professionell fotografieren lassen
Wo das Foto im Lebenslauf hingehört
Platzierung
Das Foto steht oben auf der ersten Seite, rechts oder links neben Name und Kontaktdaten. So ist sofort klar, zu wem es gehört. Wenn du ein Deckblatt verwendest, kann dort ein größeres Foto stehen und im Lebenslauf selbst ein kleineres oder keines.
Zuschnitt
Üblich ist ein Halbporträt im Hochformat: Kopf und Schultern, kein Ganzkörperbild. Schön ist, wenn der Blick in den Lebenslauf hineingeht und nicht aus der Seite hinaus. Verzerre oder stauche das Foto nicht, und setz es nicht in ungewöhnliche Formen. Ein schlichtes Rechteck oder ein Kreis reichen.
Dateiformat und Dateiname beim Online-Versand
Die meisten Bewerbungen gehen per E-Mail oder über ein Online-Formular. Schick den Lebenslauf mit eingebautem Foto am besten als ein einziges PDF und nicht das Foto als eigene Datei dazu. Wenn ein Portal ein separates Bild verlangt, ist JPG die sichere Wahl, weil es sich überall öffnen lässt.
Achte auf klare Dateinamen:
- Lebenslauf: „Lebenslauf_Vorname_Nachname.pdf"
- Foto: „Bewerbungsfoto_Vorname_Nachname.jpg"
- keine Namen wie „scan_neu_final2" oder „IMG_3827"
Lebenslauffoto oder Passfoto: der Unterschied
Viele nehmen für den Lebenslauf einfach ihr biometrisches Passfoto. Das ist meist keine gute Idee.
Ein Passfoto verlangt einen neutralen Gesichtsausdruck, einen geschlossenen Mund und einen streng festgelegten Bildaufbau. Im Lebenslauf wirkt so ein Bild schnell streng und distanziert. Ein Lebenslauffoto darf freundlich lächeln, zeigt etwas mehr von Schultern und Haltung und hat weiches, schmeichelndes Licht.
Was Kleidung, Licht, Hintergrund und KI-Fotos angeht, findest du alles Wichtige im Artikel über das Bewerbungsfoto.
Das Lebenslauffoto beim Fotografen in Wien
Bei Tatiana Weber Fotografie in der Ausstellungsstraße 3/15, 1020 Wien, entstehen Bewerbungsfotos im Studio. Vorab klärt ihr kurz, für welche Branche und welche Art von Stelle die Fotos gedacht sind. Bring am besten zwei Outfits mit, die zum Beruf passen, zum Beispiel einen Blazer für die Kanzlei und ein Hemd ohne Krawatte für die Agentur. Im Umkleideraum kannst du in Ruhe wechseln.
Nach dem Shooting bekommst du einen Link, über den du deine Favoriten auswählst, auf Wunsch besprecht ihr die Auswahl auch persönlich. Ein digitales biometrisches Passfoto ist bei jedem Shooting kostenlos dabei. So hast du Lebenslauffoto und Passfoto aus einem Termin. Lebenslauffoto in Wien professionell fotografieren lassen
Tipp: Foto-Varianten griffbereit halten
Leg dir für die Bewerbungsphase einen eigenen Ordner an, mit Lebenslauf, Motivationsschreiben und mehreren Fotovarianten: ein klassisches Porträt für konservative Branchen und eine etwas lockerere Version für kreative oder soziale Berufe. Prüf bei jeder Bewerbung kurz, welches Bild zur Stelle passt. Dasselbe Foto kannst du auch für berufliche Profile und die E-Mail-Signatur verwenden, das sorgt für einen einheitlichen Auftritt.










